Strafanstalten

Man kann das Göttliche nicht aus einem Menschen herausnehmen. Es ist möglicherweise verzerrt, entstellt oder verborgen, aber es ist da. Die Rolle derer, die eine spirituelle Sichtweise haben, ist, zu versuchen, einen Raum für Heiligkeit, Würde, Mitgefühl und Vergebung zu schaffen, in dem all das, was göttlich in einer Person ist, Platz hat zu gedeihen. – Alan Ogier, Methodist und Superintendant einer Freien Kirche, die für Gefängnisse verantwortlich ist, Großbritannien.

Brahma Kumaris arbeitet derzeit in Strafvollzugsanstalten sowohl mit dem Personal als auch mit den Häftlingen.

Dem Personal dienen

Brahma Kumaris wissen den Beitrag derjenigen für die Gesellschaft, die sich – oft unter sehr schwierigen Umständen – um Gesetzesbrecher kümmern und in diesem Bereich arbeiten, zu schätzen und anzuerkennen und bieten ihnen vielfältige Unterstützung an. Sie halten Seminare, Workshops und Kurse, in denen Werte vermittelt werden, ab. Darin geht es um solche Themen wie Umgang mit Stress- und Ärger, positiv leben, Umgang mit dem eigenen Selbst und Meditation.

Dienst für die Häftlinge

Die Hauptarbeit der BKWSU innerhalb von Haftanstalten war die Arbeit mit den Gefangenen. Es hat sich herausgestellt, dass sie sehr gut auf praktische Kurse im positiven Denken, Meditation und Selbstachtung ansprechen. Durch diese Kurse sind sie in der Lage, ihr Einstellung zum Leben neu zu bewerten und sinnvolle und nützliche Veränderungen vorzunehmen. Derartige Kurse ergänzen die vorhandenen verfügbaren Dienstleistungen.

Die Lehrtätigkeiten werden durch eine Vielfalt an Büchern und Kassetten gestützt, einige davon sind in manchen Ländern in den Gefängnisbüchereien erhältlich.

Bevor ich auf die Meditation stieß, war ich sprachlos und durcheinander. Was die BKWSU vermitteln, hat meine Sichtweise verändert. Ich bin mir jetzt dessen weitaus mehr bewusst, dass ich ein Kind Gottes, der Höchsten Seele, bin. Ich habe mehr Abstand zu den Dingen, die ich sehe, und dennoch empfinde ich so tiefe Liebe, dass sich jeder Moment so anfühlt, als würde ich das Leben ganz aus der Meditation heraus leben und in jedem Moment nichts als das Gute sehen – berichtet Julian, der seit 17 Jahren Raja Yoga Meditation ausübt, nach 27 Jahren Dienst in einem Gefängnis in Florida.

Weltweit

In einigen Ländern, wie z.B. Brasilien, Dänemark, Indien und Großbritannien, werden seit Anfang der 90iger Jahre Meditationskurse angeboten. In anderen Ländern wie z.B. Island, Südafrika, Spanien und Surinam gibt es seit ungefähr 12 Monaten ein Kursangebot.

In Australien wurde 16 Jahre lang, bis Ende 2004, fortlaufend der Grundkurs in Meditation  in Long Bay Sydney und in den Silverwater Haftanstalten angeboten. In Mauritius wurde positives Denken in die Ausbildung der Gefängniswärter integriert.

In Polen gibt es seit 2004 Trainingsprogramme für Gefängnispersonal vor Ort.

In Thailand freuen sich Personal und Gefangene in 76 regionalen und ländlichen Gefängnissen über Schulungen in Meditation und sind Gastgeber für eine Vielfalt von Programmen der BKWSU vor Ort. Während der vergangenen drei Jahre arbeitete das gesamte Strafvollzugssystem des Landes, das bedeutet 160.000 Gefangene, mit der BKWSU zusammen, indem sie z.B. offizielle Programme für den Internationalen Tag des Friedens der Vereinten Nationen veranstalteten.

In Großbritannien organisiert eine Arbeitsgruppe, die sich aus den Mitarbeitern von Haftanstalten, Mitgliedern von freiwilligen Organisationen und Lehrern der BKWSU zusammensetzt, Seminare und Workshops für Insassen und Menschen von außerhalb. Mehr als 700 Menschen, die im Strafvollzug arbeiten, haben seit 1994 von diesen Seminaren profitiert. Besuchen Sie bitte www.bkwsu.org.uk/spiritualityinprison .