Umwelt

Projekte zu Erneuerbaren Energien

Aus der Erkenntnis heraus, dass Technologien, die auf erneuerbaren Energien basieren, eine umweltverträgliche Methode darstellen, den Menschen in den Städten und ländlichen Gebieten, denen es an ausreichender Energieversorgung fehlt, Elektrizität mit all den sich daraus ergebenen Vorteile zugänglich zu machen, hat die Brahma Kumaris World Spiritual University (BKWSU) seit mehr als einem Jahrzehnt in zuverlässige, kostengünstige und erdölfreie Alternativen zu Dieselgeneratoren und Verlängerungen des elektrischen Versorgungsleitungsnetzes investiert.
Mount Abu, spiritueller Stammsitz der BKWSU, liegt in einem abgelegenen, dürren und verarmten Gebiet im Westen Rajasthans, in Indien. Die herkömmliche, kommerzielle Elektrizitätsversorgung ist zuweilen unzuverlässig und relativ kostspielig. Ein großes Plus ist jedoch, dass sich Mt. Abu fast das ganze Jahr über lange Tage mit Sonnenschein erfreut. Da es sich 1.300 Meter über den Meeresspiegel erhebt, herrschen zudem recht gute Windbedingungen.

Die Abteilung für Erneuerbare Energien

Im Jahr 1992 gründete der ‚World Renewal Spiritual Trust‘ (WRST) unter der Schirmherrschaft der Brahma Kumaris am Hauptsitz der BKWSU eine eigene Abteilung für erneuerbare Energien. Das Forschungs- und Entwicklungsprogramm dieser Abteilung umfasst die folgenden Technologien:
Hybride alternative Energiesysteme
Passive Solararchitektur
Sonnenkollektoren zur Stromgewinnung (Photovoltaik)
Solarenergie-betriebene Dampfkochsysteme
Wasseraufbereitungstechnologien
Die Abteilung wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, geeignete Lösungen für den Bedarf an Elektrizität und anderen Energien der vielen Bewohner und Besucher der Universität zu finden.

Hybride Energien

Mit Hilfe der Deutschen Behörde für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und dem Institut für Solarenergie (ISET) in Kassel, Deutschland, wurde 1992 im Stammsitz der BKWSU ein kleines Hybridsystem von Photovoltaik- und Windgeneratoren – das erste seiner Art in Indien – aufgestellt, um die Sonneneinstrahlung und die Windgeschwindigkeit über eine längeren Zeitraum zu testen.
Das Ministerium für Nicht-herkömmliche Energiequellen (MNES) der indischen Regierung, finanzierte im Frühjahr 1996 mit der Installation von zwei Windkraftanlagen – 3kW und 1kW – ein weiteres Forschungsprojekt als Teil eines Programms zur Nutzung von Windenergie in ländlichen und entlegenen Gebieten. Forschungsergebnisse deuten bisher darauf hin, dass kleine Windgeneratoren in Verbindung mit Photovoltaik- oder Dieselgeneratoren eine wichtige Rolle für eine kostengünstige und wartungsarme Energieversorgung ländlicher Gebiete spielen können.
1996 hat der zweite Campus der Universität in Mt. Abu, Gyan Sarovar, Akademie für eine Bessere Welt, seine Tore geöffnet. Dieser umweltfreundliche, von der Vision eines modernen, globalen Dorfes in einer ländlichen Umgebung inspirierte Komplex wurde errichtet, ohne die natürliche Topographie zu stören. Er bietet eine ruhige Atmosphäre, frei von Umweltverschmutzung, für ein effektiveres Lernen. Eine der ersten Einrichtungen war ein 10kW Hybridsolarenergiesystem – plus Windenergie, zur Erzeugung von Elektrizität. Es liefert 24 Stunden ununterbrochen Energie zur kostenfreien Versorgung des Telefonnetzes und der audiovisuellen Systeme.